Jahreskonferenz der Familienbewegung vom 16.-18. Oktober 2020
Das WIR trägt!
Was war es eine Freude, zwar mit Abstand, aber doch real Familienbewegung zu erleben!
Wohl kaum ist die Sehnsucht nach Begegnung so groß wie in diesem Jahr. Als eine gute Entscheidung erwies sich die Wahl des Tagungsraumes: Im Filmsaal des Pater-Kentenich-Hauses war ausreichend Platz und die sehr gute Technik unterstütze den Konferenzablauf optimal.
Der Einstieg: Die Ehepaare erzählten Blitzlichtern von den Veranstaltungen und Projekten, die unter Coronabedingungen möglich waren. Eine große Vielfalt und Kreativität wurde deutlich. Die Familienbewegung wurde vor allem fitter in Sachen Online-Veranstaltungen: Familiengebet, Gruppenstunden, Ehevorbereitungsseminar, Mitgliedertagung ...
Was diese Zeit aber besonders prägte, waren die zahlreichen, vertieften Erfahrungen mit dem Hausheiligtum. „Home“ – Hauskirche und Hausheiligtum neu sehen und leben – zu diesem Thema hielten Gertrud & Norbert Jehle (Frau Jehle präsent, Herr Jehle krankheitshalber online zugeschalten) einen bewegenden Vortrag. Das Zitat von Pater Kentenich: „Im Schatten des Heiligtums werden sich die Geschicke der Kirche wesentlich mit entscheiden“ können wir auch und vielleicht ganz besonders auf unsere Hauskirche anwenden. Unser Glaube steht auf zwei Beinen: der Hauskirche und der Ortskirche. Die Spannung, die dabei aufkommt, kann fruchtbar sein.
Corona erleben wir wie einen Turbo, eine Chance, neue Formen zu finden, um Christsein heute zu leben, Christsein von innen heraus. Wenn wir im Glaubensbekenntnis beten: „Wir glauben an die einige, heilige, katholische und apostolische Kirche“, so können wir diese vier Eigenschaften der Kirche auch auf unsere Hauskirche anwenden: Einigkeit konkret im Familienalltag leben; die Würde des Ehesakramentes sehen, durch das das Leben in der Familie geheiligt wird und Gott gegenwärtig ist; die Familie als erstes Apostolatsfeld verstehen. So leben und prägen wir als Familie die neue Kirche.
Die Ausführungen zur Hauskirche wurden ergänzt durch einen Impuls von Sr. M. Louise über das Heiligtum der Familien, das im nächsten Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Dieses gemeinsame Heiligtum aller drei Schönstatt-Familiengemeinschaften ist, wie Pater Kentenich sagte, „ein Symbol für das Hausheiligtum“. Manches gilt es hier neu zu entdecken.
In Verbindung mit dem Sonntagsgottesdienst, der geistig im Heiligtum der Familien stattfand, rief P. Stefan Strecker das Familienfestival 2021 aus. Mit den Plakaten, dem bereits entstandenen Trailer und dem Mottolied konnte Festival-Luft im Filmsaal des Pater-Kentenich-Hauses geschnuppert werden.
Bei der Suche nach dem Schwerpunkt für die kommende Jahresarbeit stellte sich schnell heraus, dass das Wort und der Inhalt des Festival-Mottos „Das WIR trägt“ eine solche Fülle und Aktualität hat, dass es auch zur Jahresparole wurde. „Das WIR trägt“ ist gerade in der Coronazeit für jedes Ehepaar und jede Familie eine Erfahrung, gelichzeitig ein dauernder Lernprozess und eine Botschaft.
Einen kleinen Hauch von Familienfestival war spürbar, indem wir das Mittagessen als Picknick im Foyer des Pater-Kentenich-Hauses genossen.
Dankbar für die Möglichkeit der realen Begegnung und die Inspirationen, reisten die Teilnehmer der Jahreskonferenz mit neuem Mut und Schwung wieder ab.
